reflect.awareness X Act Aware beim Berliner Museumsverband
Awareness-Betreuung in Kooperation mit Act Aware e.V. bei einer fachlichen Austauschveranstaltung zur Sammlungsarbeit
Am 26. November 2025 fand die Jahrestagung 2025 des Berliner Museumsverbandes e. V. im Forschungscampus Dahlem in Berlin statt. Unter dem Themenschwerpunkt „Wie weiter? Berliner Perspektiven zur Sammlungsarbeit“ kamen Mitarbeitende und Verantwortliche aus Berliner Museen zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen, Entwicklungen und Perspektiven der Sammlungsarbeit auszutauschen.
reflect.awareness e.V. begleitete die Jahrestagung gemeinsam mit Act Aware e.V. im Rahmen einer Kooperation. Ziel der Zusammenarbeit war es, einen diskriminierungssensiblen, zugänglichen und unterstützenden Rahmen für die Tagung zu schaffen und einen Austausch unserer beiden Awareness-Organisationen zu begünstigen.
Fachlicher Rahmen und Inhalte der Jahrestagung
Die Jahrestagung bot Raum für fachliche Impulse, kollegialen Austausch und vertiefende Diskussionen zur Sammlungsarbeit in Berliner Museen. Im Mittelpunkt standen Fragen nach zukünftigen Ausrichtungen, strukturellen Herausforderungen sowie nach dem verantwortungsvollen Umgang mit Sammlungen im Spannungsfeld von Geschichte, Gegenwart und gesellschaftlicher Vielfalt.
Das Programm umfasste Plenumsformate, Tandemgespräche sowie parallele Workshops, die eine differenzierte Auseinandersetzung mit praxisnahen Fragestellungen ermöglichten. Ergänzt wurde die Tagung durch informelle Austauschphasen, die Vernetzung und kollegiale Reflexion förderten.
Kooperation mit Act Aware e.V.
Die Awareness-Betreuung wurde von Act Aware e.V. auf Basis des von reflect.awareness e.V. im Rahmen einer Prozessbegleitung erarbeiteten Konzepts umgesetzt.
Wir freuen uns über diese erste Zusammenarbeit und sehen großes Potential in weiterer Vernetzung und Kompetenzaustausch.
Haltung: Parteilichkeit, Definitionsmacht und Verantwortung
Die gemeinsame Awareness-Arbeit basierte auf einer antisexistischen, antidiskriminierenden und machtkritischen Haltung. Zentrale Prinzipien waren Parteilichkeit und die Definitionsmacht der Betroffenen. Erfahrungen wurden ernst genommen und nicht relativiert; Unterstützung wurde bedarfsorientiert angeboten.
Die Kooperation zwischen reflect.awareness e.V. und Act Aware e.V. ermöglichte es, unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven in die Awareness-Arbeit einzubringen und die Betreuung gemeinsam verantwortungsvoll umzusetzen.
Awareness in institutionellen und fachlichen Kontexten
Die Jahrestagung des Berliner Museumsverbandes zeigte, dass Awareness nicht nur bei Festivals oder öffentlichen Kulturveranstaltungen relevant ist. Auch fachliche Tagungen und institutionelle Austauschformate profitieren von klaren Awareness-Strukturen, die Diskriminierung entgegenwirken und einen respektvollen Austausch ermöglichen.
Wir danken dem Berliner Museumsverband e. V. für das Vertrauen sowie Act Aware e.V. für die kooperative Zusammenarbeit.