reflect.awareness beim Tupodcast
Awareness-Team bei einer Live-Podcastaufnahme in der Hartmannfabrik
Am 16.05.2025 fand in der Hartmannfabrik in Chemnitz der Live-Podcast “Tupodcast” mit Tupoka Ogette statt. Die Veranstaltung brachte zahlreiche Besucher:innen zusammen, um sich mit Fragen von Rassismus, Diskriminierung, gesellschaftlicher Verantwortung und kritischer Selbstreflexion auseinanderzusetzen.
reflect.awareness e.V. begleitete die Veranstaltung mit einem Awareness-Team vor Ort.
Awareness-Arbeit bei öffentlichen Podcastaufnahme Diskussionsveranstaltungen
Öffentliche Gesprächs- und Diskussionsformate zu Diskriminierung und Machtverhältnissen können für Teilnehmende sehr unterschiedlich wirksam sein. Gerade persönliche Betroffenheit, emotionale Themen und gesellschaftliche Spannungen machen Awareness-Arbeit in solchen Kontexten besonders wichtig.
Unsere Aufgabe bestand darin, einen diskriminierungssensiblen und unterstützenden Rahmen für die Veranstaltung zu schaffen. Das Awareness-Team war während der gesamten Veranstaltung sichtbar, ansprechbar und präsent und stand Besucher:innen bei Bedarf unterstützend zur Seite.
Rolle des Awareness-Teams vor Ort
Als Awareness-Team begleiteten wir das Veranstaltungsgeschehen aufmerksam, boten Gesprächsmöglichkeiten an und unterstützten Menschen, die sich unwohl fühlten oder von belastenden Situationen betroffen waren. Dabei arbeiteten wir nach den Prinzipien der Parteilichkeit und der Definitionsmacht der Betroffenen.
Awareness bedeutete hier nicht Eingriff in Inhalte oder Diskussionen, sondern das Schaffen von Sicherheit, Zugänglichkeit und Handlungsmöglichkeiten für alle Anwesenden – insbesondere für Menschen, die von Rassismus oder anderen Diskriminierungsformen betroffen sind.
Haltung, Verantwortung und Schutzräume
Unsere Awareness-Arbeit basiert auf einer antisexistischen, antidiskriminierenden und machtkritischen Grundhaltung. Wir nehmen Erfahrungen ernst, hören zu und stellen Perspektiven von Betroffenen nicht infrage. Auch bei öffentlichen Diskussionsveranstaltungen gilt: Awareness ist kein Zusatz, sondern Teil verantwortungsvoller Veranstaltungspraxis.
Die Begleitung des Tupodcasts zeigte, wie wichtig Awareness auch in politischen Bildungs- und Diskursräumen ist. Gerade dort, wo gesellschaftliche Konflikte sichtbar werden, braucht es Strukturen, die Schutz bieten und solidarisches Miteinander ermöglichen.
Awareness als Bestandteil politischer Veranstaltungsformate
Die Veranstaltung in der Hartmannfabrik machte deutlich, dass Awareness-Arbeit nicht auf Festivals oder Nachtkultur beschränkt ist. Auch Panels, Talks und Diskussionsformate profitieren von klaren Awareness-Strukturen, die Teilhabe ermöglichen und Diskriminierung aktiv entgegenwirken.
Wir danken den Veranstaltenden, Tupoka Ogette, Josina Monteiro, Celina Bostic und dem Publikum für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.