zurück zur Projektübersicht

AJS NRW Fachtag „Hinsehen, Verstehen, Handeln“ 2025 in Gelsenkirchen

reflect.awareness X AJS NRW

Awareness-Konzeption und Awareness-Team bei einem hybriden Fachtag zur Extremismusprävention

Am 08.10.2025 fand der hybride Fachtag „Hinsehen, Verstehen, Handeln. Prävention in der Jugendsozial(arbeit) stärken“ in Gelsenkirchen statt — vor Ort im Wissenschaftspark Gelsenkirchen sowie online per Zoom. Über 300 Fachkräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen kamen zusammen, um sich fachlich zu vernetzen und Teilaspekte der Radikalisierungs- und Extremismusprävention zu vertiefen. 

reflect.awareness e.V. begleitete den Fachtag mit Awareness-Konzeption und Awareness-Team. Ziel unserer Arbeit war es, einendiskriminierungssensiblen, unterstützenden Rahmen zu stärken, in dem Austausch, Weiterbildung und Vernetzung sicherer stattfinden können — gerade bei Themen, die gesellschaftliche Konfliktlinien berühren und für Teilnehmende belastend sein können.

Awareness-Konzeption im Fachveranstaltungs-Kontext

Der Fachtag verband Impulsvorträge, Workshops und einen „Markt der Möglichkeiten“ zur niedrigschwelligen Vernetzung mit Präventionsakteur:innen in Nordrhein-Westfalen.
In diesem Rahmen unterstützt Awareness dabei, dass Teilnehmende sich orientieren können, Ansprechbarkeit klar ist und bei Bedarf Unterstützung zugänglich bleibt — ohne den fachlichen Austausch zu hemmen.
Die inhaltliche Ausrichtung des Fachtags stand u. a. im Zusammenhang mit aktuellen Präventionsdebatten und Förderlogiken (inkl. Bezug auf Maßnahmenpakete nach Solingen), wodurch Fragen von Verantwortung, Schutz und Verhältnismäßigkeit im Feld der Jugendhilfe besonders präsent waren. 

Rolle des Awareness-Teams vor Ort

Als Awareness-Team waren wir präsent, ansprechbar und unterstützend eingebunden — mit dem Ziel, dass Teilnehmende bei Bedarf einen Ort für kurze Entlastung, Orientierung oder Gespräch finden. Awareness heißt in diesem Zusammenhang auch: Belastung ernst nehmen, Grenzen respektieren und Unterstützung zugänglich machen, ohne Erfahrungen zu bewerten oder zu relativieren.
Unsere Arbeit basiert auf einer antisexistischen, antidiskriminierenden und machtkritischen Haltung. Zentral sind für uns Definitionsmacht und Parteilichkeit: Betroffene Perspektiven werden ernst genommen; Awareness positioniert sich klar gegen Diskriminierung und jede Form von Gewalt.

Awareness als Bestandteil verantwortungsvoller Fachveranstaltungen

Der Fachtag zeigte, dass Awareness nicht nur bei Festivals relevant ist, sondern auch bei Fachveranstaltungen, in denen gesellschaftliche Konflikte, Schutzfragen und Präventionsarbeit verhandelt werden. Gerade dort braucht es Strukturen, die Teilhabe ermöglichen, Zugänge stärken und Menschen nicht allein lassen.