Awareness beim Welcome Day
Awareness-Team bei einer Willkommensveranstaltung für internationale Studierende
Am 16. Oktober 2025 begleiteten wir als reflect.awareness e.V. den Welcome Day des studierendenWERK BERLIN als Awareness-Team der Veranstaltung. Der Welcome Day fand im FREIRAUM im Studentenhaus statt und richtete sich insbesondere an internationale Studierende, die neu in Berlin sind und ihr Studium beginnen.
Die Veranstaltung bot einen offenen, niedrigschwelligen Rahmen zum Ankommen, Informieren und Vernetzen. Gerade für Menschen, die neu in einer Stadt, einem Bildungssystem und oft auch in einer neuen Sprache unterwegs sind, ist ein sicherer und unterstützender Veranstaltungsrahmen besonders wichtig.
Rahmen und Charakter der Veranstaltung
Der Welcome Day verband Information, Begegnung und Mitmachangebote. Neben Informationsständen zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten des studierendenWERK BERLIN gab es kreative Angebote, Spiele, ein Sprachcafé sowie Raum für Austausch und Vernetzung. Die Veranstaltung war kostenfrei und bewusst offen gestaltet, um möglichst vielen Studierenden den Zugang zu erleichtern.
In diesem vielfältigen Setting treffen unterschiedliche kulturelle Hintergründe, Sprachniveaus, Erfahrungen und Bedürfnisse aufeinander. Awareness-Arbeit trägt hier dazu bei, dass Teilnehmende sich sicher fühlen, Orientierung finden und Unterstützung erhalten können.
Unsere Rolle als Awareness-Team
Als Awareness-Team waren wir während des gesamten Welcome Day sichtbar, ansprechbar und präsent. Unsere Aufgabe bestand darin, einen diskriminierungssensiblen und unterstützenden Rahmen zu gewährleisten und Teilnehmende bei Bedarf zu begleiten.
Wir waren Ansprechpartner:innen für Menschen, die sich unwohl fühlten, Fragen zu Grenzen, Diskriminierung oder Sicherheit hatten oder einfach Orientierung suchten. Awareness bedeutete hier vor allem: zuhören, ernst nehmen, unterstützen und bei Bedarf vermitteln – ohne Situationen zu bewerten oder zu relativieren.
Haltung: Definitionsmacht, Parteilichkeit und Solidarität
Unsere Awareness-Arbeit basiert auf einer antisexistischen, antidiskriminierenden und machtkritischen Haltung. Zentrale Prinzipien sind für uns Definitionsmacht und Parteilichkeit: Die Wahrnehmung der Betroffenen steht im Mittelpunkt und wird nicht infrage gestellt.
Gerade im Kontext internationaler Studierender ist Awareness auch eine Frage von Zugänglichkeit, Sprachsensibilität und kultureller Vielfalt. Unser Ziel war es, Barrieren abzubauen und einen Raum zu unterstützen, in dem Teilhabe möglich ist.
So haben wir ein multiethnisches und multilinguales Awareness-Team aufgestellt, um bestmöglich auf die Bedarfe unserer Zielgruppe einzugehen.
Awareness als Bestandteil von Willkommens- und Bildungsformaten
Der Welcome Day zeigte, wie wichtig Awareness-Strukturen auch bei Studierendenveranstaltungen sind. Awareness wirkt hier nicht erst im Krisenfall, sondern präventiv: Sie schafft Vertrauen, Orientierung und ein Gefühl von Sicherheit.
Als Awareness-Team trugen wir dazu bei, dass der Welcome Day ein Ort sein konnte, an dem Studierende sich willkommen fühlen, Kontakte knüpfen und ihren Start in Berlin positiv erleben konnten.
Wir danken dem studierendenWERK BERLIN für das Vertrauen und die Zusammenarbeit.