Club-Awareness im Jonny Knüppel
Awareness-Arbeit in einem subkulturellen Club- und Veranstaltungsraum
Im Jahr 2025 begleitete reflect.awareness e.V. den Club Jonny Knüppel in Berlin mit einer Awareness-Betreuung. Der Club ist ein subkultureller Veranstaltungsort, der Raum für Musik, politische Inhalte, Begegnung und gemeinschaftliches Erleben bietet. In diesem Kontext spielt Awareness eine zentrale Rolle, um einen möglichst sicheren und diskriminierungssensiblen Raum für alle Besucher:innen zu schaffen.
Clubräume sind Orte von Nähe, Intensität und unterschiedlichen Bedürfnissen. Gleichzeitig wirken hier gesellschaftliche Machtverhältnisse, Diskriminierungsformen und Grenzüberschreitungen oft besonders deutlich. Awareness-Arbeit ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil verantwortungsvoller Clubkultur.
Awareness-Arbeit im Clubkontext
Unsere Aufgabe bestand darin, den Veranstaltungsbetrieb im Jonny Knüppel mit einem sichtbaren, ansprechbaren Awareness-Team zu begleiten. Wir waren während der Veranstaltungen präsent, beobachteten das Geschehen aufmerksam und standen Besucher:innen bei Bedarf unterstützend zur Seite.
Awareness im Clubkontext bedeutet, niedrigschwellig erreichbar zu sein, Gespräche anzubieten und Menschen in belastenden oder überfordernden Situationen nicht allein zu lassen. Dabei ging es nicht um Kontrolle, sondern um Unterstützung, Solidarität und Schutz.
Rolle von reflect.awareness e.V. als Awareness-Team
Als Awareness-Team arbeiteten wir konsequent nach den Prinzipien der Parteilichkeit und der Definitionsmacht der Betroffenen. Erfahrungen wurden ernst genommen, nicht relativiert und nicht in Frage gestellt. Unser Ziel war es, Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen und Grenzen zu respektieren.
Unsere Haltung ist klar antisexistisch, antidiskriminierend und machtkritisch. Awareness verstehen wir als politische Praxis, die Verantwortung übernimmt und sich klar gegen jede Form von Gewalt und Diskriminierung positioniert.
Awareness und Verantwortung in der Clubkultur
Die Awareness-Betreuung im Jonny Knüppel machte deutlich, dass Clubs nicht nur Orte des Feierns, sondern auch soziale Räume mit Verantwortung sind. Diskriminierungssensible Strukturen tragen dazu bei, dass sich mehr Menschen sicher fühlen und teilhaben können.
Awareness-Arbeit im Clubkontext bedeutet auch, bestehende Machtverhältnisse sichtbar zu machen und solidarische Umgangsformen zu fördern – gerade in Räumen, die sich selbst als offen und progressiv verstehen.
Wir danken dem Team des Jonny Knüppel für das Vertrauen und die Zusammenarbeit.