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Bucht der Träumer* 2025 am Helenesee

Festival-Awareness ganzjährig und holistisch gedacht

Langfristige Awareness-Begleitung eines gemeinschaftsorientierten Kulturfestivals am Helenesee

Vom 14. bis 18. August 2025 fand am Helenesee bei Frankfurt (Oder) das Festival Bucht der Träumer* statt. Das mehrtägige Kultur- und Musikfestival bringt seit vielen Jahren Menschen zusammen, um gemeinsam zu feiern, zu reflektieren, zu lernen und neue Formen solidarischen Miteinanders zu erproben. Die Bucht der Träumer* versteht sich dabei bewusst nicht nur als Festival, sondern als gemeinschaftlicher Erfahrungsraum, in dem Verantwortung, Achtsamkeit und Teilhabe zentrale Werte sind.

Als reflect.awareness e.V. begleiteten wir die Bucht der Träumer 2025* mit unserer Expertise und unseren Awareness-Teams. Wir sind Teil der kontinuierlichen Entwicklung diskriminierungssensibler Strukturen auf dem Festival. Die Zusammenarbeit knüpfte an vorherige Jahre an und war entsprechend langfristig und vertrauensvoll angelegt.

Vorbereitung und strukturelle Awareness-Arbeit

Unsere Awareness-Arbeit findet rund um das Jahr statt und beschränkt sich nicht nur auf das eigentliche Festival. In gemeinsamen Gesprächen und Austauschrunden mit den Veranstaltenden arbeiteten wir während der Off-Season an der Weiterentwicklung bestehender Awareness-Strukturen und der Schaffung neuer Unterstützungselemente.

Dabei ging es dieses Jahr unter anderem um:

  • ein gemeinsames Verständnis von Awareness und Verantwortung,
  • den Umgang mit Grenzverletzungen und Diskriminierung innerhalb der Crews,
  • die Sichtbarkeit von Awareness-Angeboten auf dem Gelände,
  • sowie die Rolle von Crew, Helfer:innen und Awareness-Team im Festivalalltag.

Awareness wurde so nicht als Zusatz gedacht, sondern als integraler Bestandteil der Festivalstruktur.

Unsere Rolle als Awareness-Team auf dem Festival

Während des gesamten Festivalzeitraums waren wir als Awareness-Team sichtbar, ansprechbar und präsent auf dem Gelände. Wir begleiteten das Festivalgeschehen aufmerksam und standen Besucher:innen, Crewmitgliedern und Beteiligten unterstützend zur Seite.

Unsere Aufgaben umfassten:

  • Gespräche mit Menschen, die sich unwohl fühlten oder Unterstützung suchten,
  • Begleitung und parteiliche Unterstützung von Betroffenen nach Grenzverletzungen,
  • Vermittlung in angespannten Situationen,
  • sowie die Bereitstellung von Rückzugs- und Gesprächsräumen.

Awareness bedeutete für uns dabei vor allem: zuhören, ernst nehmen, schützen und solidarisch handeln – unabhängig davon, was passiert ist.

Haltung: Definitionsmacht, Parteilichkeit und Gemeinschaft

Unsere Awareness-Arbeit basiert auf einer antisexistischen, antidiskriminierenden und machtkritischen Haltung. Die Definitionsmacht liegt bei den Betroffenen: Jede Person entscheidet selbst, wie sie eine Situation erlebt hat und welche Unterstützung sie benötigt. Diese Perspektiven wurden nicht in Frage gestellt oder relativiert.

Die Bucht der Träumer* setzt bewusst auf Gemeinschaft und gegenseitige Verantwortung. Awareness ist hier nicht nur Aufgabe eines Teams, sondern Teil einer kollektiven Praxis. Unsere Rolle war es, diese Haltung sichtbar zu machen und im Alltag des Festivals zu unterstützen.

Wirkung und Einordnung

Die wiederholte Begleitung der Bucht der Träumer* zeigt, wie nachhaltige Awareness-Arbeit auf Festivals gelingen kann: durch Vertrauen, kontinuierliche Zusammenarbeit und die Bereitschaft, Strukturen immer wieder zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Awareness trug dazu bei, dass die Bucht der Träumer* auch 2025 ein Ort sein konnte, an dem sich viele unterschiedliche Menschen sicherer fühlen, ausprobieren, begegnen und gemeinsam feiern konnten.

Wir danken dem Organisationsteam der Bucht der Träumer* für das Vertrauen und die langjährige Zusammenarbeit.